Zahnersatz mit Kronen

zahnersatz mit kronen

Zahnersatz mit Kronen bezeichnet allgemein feste Restaurationen, die den sichtbaren Teil des Zahns (die Krone) umschließen und sowohl ästhetische als auch funktionelle Zwecke erfüllen. Im Alltag wird unter „Krone“ häufig nur eine Option verstanden, doch in der Praxis gibt es verschiedene Kronenarten, die mit unterschiedlichen Materialien und Indikationen geplant werden. Metallkeramikkronen, vollkeramische Kronen (wie E-max oder Lithiumdisilikat), zirkonbasierte Kronen oder in einigen Fällen kompositbasierte Lösungen werden je nach Zahnposition, ästhetischer Erwartung, Kaukräften und Zustand des Zahnhartgewebes gewählt.

Das Hauptziel der Kronenbehandlung ist es, einen geschwächten oder in Form und Farbe beeinträchtigten Zahn wie eine schützende Hülle zu umgeben, ihn zu stärken und gleichzeitig ein natürliches Aussehen zu verleihen. Bei Zähnen mit großen Füllungen, Bruchgefährdung oder nach endodontischer Behandlung ist die Krone ein wichtiger restaurativer Ansatz, um das Risiko eines Zahnbruchs zu reduzieren. Ästhetisch kann eine Krone bei verfärbten, dauerhaft verfärbten oder in der Zahnreihe nicht harmonierenden Zähnen als Teil eines Smile-Designs geplant werden. Im Frontzahnbereich gewinnen Lichtdurchlässigkeit und Natürlichkeit an Bedeutung, während im Seitenzahnbereich Stabilität und Okklusionsanpassung im Vordergrund stehen.

Bei der Planung der Krone wird nicht nur der Zahn, sondern auch die Gesundheit des Zahnfleisches und das Gleichgewicht des Bisses berücksichtigt. Denn die Randpassung, der Kontakt zwischen Krone und Zahnfleisch sowie die Reinigungsfähigkeit sind grundlegend für den langfristigen Erfolg. Eine schlecht passende Krone kann die Plaqueakkumulation erhöhen und Zahnfleischerkrankungen begünstigen. Ebenso kann eine unzureichend eingestellte Okklusion zu Überlastungen der Krone führen, was Risse, Brüche, Sensibilitäten oder im Verlauf Zahnfleischrückgang verursachen kann. Daher ist die Kronenbehandlung nicht nur ein ästhetischer Eingriff, sondern eine restaurative Therapie, die eine korrekte biomechanische Planung erfordert.

Im Behandlungsablauf sind meist Abdrucknahme, provisorische Kronen, Anpassungsphasen und das endgültige Einsetzen (Zementieren) enthalten. In einigen Praxen beschleunigen digitale Abdrucknahme und CAD/CAM-Fertigung den Ablauf; dennoch ist dies nicht bei jedem Fall eine Behandlung, die am selben Tag abgeschlossen wird. Die Planung variiert je nach Zahnsubstanz, Anzahl der zu versorgenden Zähne und ergänzenden Eingriffen (zahnfleischchirurgische Maßnahmen, Füllung-, Wurzelkanalbehandlungen, Knirscherschienen etc.). Mit sorgfältiger Planung und regelmäßiger Kontrolle bieten Zahnkronen eine langjährige und sichere Lösung sowohl ästhetisch als auch funktionell.

Was ist eine Zahnersatz-Behandlung mit Kronen?

Eine Zahnersatz-Behandlung mit Kronen ist eine feste Restauration, die den oberen Teil des Zahns vollständig bedeckt und ihm eine neue Form, Farbe und Belastbarkeit verleiht. Die Krone umschließt den Zahn 360 Grad und wird auch als „Krone“ bezeichnet. Das Hauptziel ist es, einen strukturell geschwächten Zahn zu schützen, die Kaufunktion wiederherzustellen und ästhetische Ansprüche zu erfüllen. Die Krone beschränkt sich nicht nur darauf, eine Lücke zu füllen wie eine Füllung, sondern ermöglicht eine Neugestaltung von Form, Länge, Kontaktpunkten und Okklusionsverhältnissen des Zahns.

Kronen können aus verschiedenen Materialien gefertigt werden, jedes mit seinen eigenen Vorteilen und Einschränkungen. Vollkeramikkronen (z. B. Lithiumdisilikat) bieten im Frontzahnbereich eine natürlichere Lichtdurchlässigkeit und werden bevorzugt bei hohen ästhetischen Ansprüchen gewählt. Zirkonbasierte Kronen sind wegen ihrer Belastbarkeit und Biokompatibilität häufige Optionen und können sowohl im Front- als auch im Seitenzahnbereich eingesetzt werden. Metallgestützte Verblendkronen sind in bestimmten Fällen aufgrund ihrer Belastbarkeit und Kosten-Nutzen-Relation eine Option, jedoch wird der ästhetische Einfluss des Metallgerüsts im Frontzahnbereich sorgfältig bewertet. Die Auswahl des Materials hängt von Zahnposition, Zahnfleischniveau, Lächellinie des Patienten, Kaukräften und Gewohnheiten wie Zähneknirschen ab.

Die Kronenbehandlung ist nicht nur ein Verfahren zur ästhetischen Verbesserung. Bei Zähnen mit großen Füllungen oder Wurzelkanalbehandlungen ist das Zahnhartgewebe geschwächt und die Bruchgefahr erhöht. In solchen Fällen dient die Krone dazu, den Zahn…

Wie wird die Zahnverblendung durchgeführt?

Die Zahnverblendung erfolgt in der Regel in mehreren klinischen Phasen, von denen jede wichtig ist, damit die Verblendungen langlebig und natürlich aussehen. Der Prozess beginnt mit einer Erstuntersuchung: Der Zustand der Zähne hinsichtlich Karies, vorhandenen Füllungen, Zahnfleischgesundheit, Okklusionsverhältnissen und ästhetischen Zielen wird bewertet. Falls erforderlich, werden Röntgenaufnahmen gemacht, um Wurzel und umgebendes Gewebe zu kontrollieren. Bei aktiver Karies, Verdacht auf Risse, Zahnfleischentzündungen oder falls eine Wurzelkanalbehandlung notwendig ist, werden diese Probleme zuerst behoben, da die Verblendung auf einem „soliden Fundament“ erfolgen muss.

In der zweiten Phase wird der Zahn für die Verblendung vorbereitet (Präparation). Dieser Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung und hat zum Ziel, ausreichend Platz für das Material der Verblendung zu schaffen, während das Zahngewebe möglichst erhalten bleibt. Die Menge der Präparation variiert je nach gewähltendem Verblendungsmaterial; beispielsweise erfordern vollkeramische Verblendungen für Ästhetik und Haltbarkeit eine bestimmte Mindeststärke. Alle Zahnoberflächen werden kontrolliert geformt, die Präparationsgrenze (Rand der Verblendung) wird deutlich festgelegt. Die korrekte Positionierung dieser Grenze ist entscheidend für die Gesundheit des Zahnfleisches und den Randabschluss der Verblendung.

Im Anschluss wird der Abdruck genommen. Heutzutage kann dies entweder mit klassischen Abdruckmaterialien oder digitalen Scannern erfolgen. Der Abdruck liefert die Grundlage, damit das Labor die Verblendung auf Mikrometerbasis perfekt anfertigen kann. In der gleichen Sitzung erhalten die meisten Patienten eine provisorische Verblendung. Diese schützt den Zahn vor Empfindlichkeiten, sorgt für eine ästhetische Erscheinung und hilft, die Form des Zahnfleisches stabil zu halten. Auch der Randabschluss und die Kontaktpunkte der provisorischen Verblendung sind wichtig, da schlecht angefertigte Provisorien Zahnfleischreizungen oder Schmerzen verursachen können.

Beim nächsten Termin findet die Anprobe der eigentlichen Verblendung statt. Dabei wird die Farbe, Form, die Anpassung an das Zahnfleisch, die Kontaktflächen zu den Nachbarzähnen und die Okklusion überprüft. Kleinere Korrekturen werden bei Bedarf vorgenommen. Wenn alles passt, wird die Verblendung zementiert (eingeklebt). Die Art des verwendeten Zements und das Protokoll variieren je nach Material; diese Phase ist entscheidend für die langfristige Haftung und Dichtigkeit. Abschließend wird der Biss kontrolliert und der Patient erhält Pflegehinweise. Besonders bei Patienten mit Bruxismus kann eine Nachtwache empfohlen werden, da unkontrollierte Kräfte auf die Verblendungen das Bruchrisiko erhöhen können.

Für wen ist die Behandlung mit Zahnverblendungen geeignet?

Die Behandlung mit Zahnverblendungen kann für viele Patienten mit funktionellen und ästhetischen Bedürfnissen geeignet sein; jedoch ist nicht jeder Zahn und nicht jeder Patient ein optimaler Kandidat für Verblendungen. Die Eignung wird anhand des Zustands des vorhandenen Zahngewebes, der Gesundheit des Zahnfleisches, der Okklusionsbalance und der Erwartungen des Patienten beurteilt. Verblendungen kommen insbesondere in folgenden Fällen häufiger zum Einsatz: Wenn das Zahngewebe durch große Füllungen geschwächt ist, ein Risiko für Risse oder Brüche besteht, eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt wurde und substanzverlust hoch ist, erheblicher Zahnhartsubstanzverlust vorliegt oder ästhetisch deutliche Form- oder Farbabweichungen vorhanden sind.

Die Gesundheit des Zahnfleisches ist für die Eignung sehr wichtig. Bei aktiven Zahnfleischerkrankungen, Zahnfleischblutungen oder erheblicher Zahnsteinbildung sollte zunächst eine parodontale Behandlung erfolgen. Denn selbst bei optimalem Randabschluss der Verblendung kann eine fortbestehende Entzündung zu Zahnfleischrückgang, Empfindlichkeiten und ästhetischem Defizit führen. Die Verblendung sollte daher als abschließende Behandlung betrachtet werden, nachdem die grundlegende Mundgesundheit stabilisiert wurde.

Auch der strukturelle Zustand des Zahnes ist entscheidend. Für eine Verblendung muss ausreichend „Retention“ vorhanden sein, um die Verblendung sicher zu halten. Ist der Zahn zu stark zerstört, reicht eine Verblendung möglicherweise nicht aus; zusätzliche Stützmaßnahmen wie Stiftaufbauten (Post-Core) sind dann erforderlich. Bei manchen Zähnen kann eine Extraktion und Implantatversorgung die bessere Option sein.

Die Entscheidung wird durch Röntgenaufnahmen und klinische Untersuchung getroffen.

Bei Patienten mit Zähneknirschen (Bruxismus) kann ebenfalls eine Verblendung geplant werden; in diesem Fall wird die Materialauswahl, die Okklusionsanpassung und das Protokoll der nachts getragenen Schiene besonders kritisch.

Auch die ästhetische Erwartung fließt in die Eignungsbewertung mit ein. Wenn im Frontzahnbereich eine Verblendung gewünscht wird, werden Zahnfarbe, Zahnfleischniveau, Lachlinie, Lippenbewegung sowie die Harmonie mit den Nachbarzähnen gemeinsam bewertet. Manchmal sind konservativere Lösungen (zum Beispiel Bonding oder Veneers) geeigneter als eine Verblendung; manchmal ist die Verblendung aufgrund der strukturellen Erfordernisse des Zahns die richtige Wahl. Zusammenfassend ist die Eignung für eine Verblendung sowohl eine Frage des „Wunsches“ als auch der „Indikation“; der beste Behandlungsplan wird individuell nach Untersuchung und Messungen erstellt.

Worauf vor der Behandlung mit Zahnverblendungen geachtet werden sollte

Das wichtigste Thema vor einer Behandlung mit Zahnverblendungen ist die Stabilisierung des allgemeinen Gesundheitszustands der Mundhöhle. Wenn am zu verblendenden Zahn oder den Nachbarzähnen aktive Karies, Zahnfleischentzündungen, Zahnsteinablagerungen oder unbehandelte Infektionen vorliegen, müssen diese zunächst beseitigt werden. Denn obwohl eine Verblendung eine „schützende und abdeckende“ Restauration des Zahns darstellt, führt eine weiter verlaufende Karies im darunterliegenden Zahngewebe oder eine schlechte Zahngesundheit langfristig zu Problemen. Deshalb wird vor einer Verblendung häufig eine professionelle Zahnsteinentfernung und Hygieneschulung empfohlen.

Als Zweites muss immer eine Okklusionsbewertung (Bissanalyse) erfolgen. Verblendungen können bei falschem Kontakt im Biss stärkerem Bruch- oder Rissrisiko ausgesetzt sein; zudem können negative Auswirkungen auf das Kiefergelenk und die Kaumuskulatur auftreten. Insbesondere bei Verdacht auf Zähneknirschen (Abnutzung der Zähne, morgendliche Kiefermüdigkeit, Kopfschmerzen u.a.) bezieht der Zahnarzt diese Situation in die Planung ein. Falls erforderlich, wird eine Behandlung mit einer Aufbissschiene nachts als Teil des Behandlungsplans in Betracht gezogen. Die Haltbarkeit der Verblendung hängt nicht nur vom Material ab, sondern auch von einer korrekten Lastverteilung.

Im Hinblick auf die ästhetische Planung ist es wichtig, die Erwartungen des Patienten genau zu klären. Soll es „weißer“ sein, „länger“, wie sollen die Formen der Zähne aussehen, gibt es Unregelmäßigkeiten im Zahnfleischverlauf? Die Antworten auf diese Fragen bestimmen Farbe und Form der Verblendung. Bei manchen Patienten kann vor Verblendungen eine Zahnaufhellung gewünscht sein, da die Farbe der einzelnen Verblendungen an die Farbe der vorhandenen Zähne angepasst wird. Wenn eine generelle Farbaufhellung angestrebt wird, ist es konsistenter, zuerst zu bleichen und anschließend die Farbe der Verblendung festzulegen (sofern vom Zahnarzt als sinnvoll erachtet).

Praktische Vorbereitungen vor der Verblendung sind ebenfalls wichtig: die Behandlung kann mehrere Termine erfordern; während der Phase der provisorischen Verblendung muss man vorsichtig mit harten und klebrigen Nahrungsmitteln umgehen. Außerdem kann nach dem Eingriff kurzfristig eine Empfindlichkeit auftreten, was bei der Terminplanung für intensive Programme berücksichtigt werden sollte. Zuletzt ist es sinnvoll, vor der Verblendung Röntgenaufnahmen und notwendige Fotos anzufertigen, um sowohl die Diagnostik als auch die objektive Kontrolle der Behandlung zu ermöglichen. Eine korrekte Vorbereitung erhöht deutlich den ästhetischen und biologischen Erfolg der Verblendung.

Worauf nach der Behandlung mit Zahnverblendungen zu achten ist

Die Maßnahmen nach der Verblendungsbehandlung sind entscheidend, um die Lebensdauer der Verblendung zu verlängern und die Gesundheit des Zahnfleischs zu erhalten. In den ersten Tagen nach dem Einsetzen kann eine leichte Empfindlichkeit auftreten, besonders bei Wärme- und Kältereizen oder beim Kauen kann es zu leichtem Ziehen kommen. Dies klingt in der Regel bald ab; tritt jedoch zunehmender Schmerz, nächtliches Erwachen durch Pulsieren oder ein auffällig hoher Biss auf, sollte der Kontrolltermin nicht verzögert werden. Denn eine zu hoch eingesetzte Verblendung kann übermäßige Belastung verursachen und sowohl Zahn als auch Verblendung schädigen.

In den ersten 24 bis 48 Stunden nach Eingliederung ist es ratsam, sehr harte Nahrungsmittel zu meiden, um dem Zement ein gutes Festsetzen und den Weichgeweben eine gute Anpassung zu ermöglichen. Gerade da die Phase der provisorischen Verblendung gerade vorbei ist, könnte der Patient das Gefühl haben, „jetzt problemlos alles essen zu können“; jedoch ist zu Beginn kontrolliertes Verhalten eine gute Gewohnheit. Obwohl das Verblendmaterial sehr bruchfest ist, sollte man vermeiden, mit den Zähnen harte Schalen wie Nüsse zu knacken, Eis zu kauen oder Verpackungen aufzureißen.

Gewohnheiten können das Risiko von Rissen bei Kronen erhöhen.

Die Mundhygiene ist der entscheidende Faktor für den Erfolg einer Krone. Die Krone bedeckt die Zahnoberfläche; jedoch gibt es am Zahnfleischrand eine „Grenze“, an der sich am meisten Plaque ansammelt. Deshalb ist es wichtig, nach der Versorgung mit einer Krone mindestens zweimal täglich zu putzen und Zahnseide oder Interdentalbürsten zu verwenden. Egal wie gut die Passung der Kronenränder ist, führt eine schlechte Reinigung zu Zahnfleischbluten, Zahnfleischrückgang und mit der Zeit zu Randinfiltrationen. Besonders bei Patienten mit mehreren Kronen sollte die Reinigung der Zwischenräume zur Gewohnheit werden.

Schlusskontrollen sind für den langfristigen Erfolg notwendig. Bei Patienten mit Zähneknirschen (Bruxismus) ist die Verwendung einer Aufbissschiene meistens eine wichtige Schutzmaßnahme. Denn Bruxismus wirkt mit anderen und intensiveren Kräften auf die Krone als die normalen Kaukräfte, was das Risiko von Rissen oder Bruch in der Keramik erhöhen kann. Zusätzlich werden bei regelmäßigen Kontrolluntersuchungen der Kronenrand, der Zustand des Zahnfleischs, die Okklusionsbalance und gegebenenfalls Verfärbungen überwacht. Eine Krone ist keine „einmalige Sache“; mit richtiger Pflege und regelmäßiger Kontrolle kann sie über Jahre stabil bleiben.

In welchen Fällen wird die Zahnkronenbehandlung angewandt?

Die Zahnkronenbehandlung wird angewandt, wenn der Zahn strukturell geschwächt ist oder ästhetisch/funktionell neu geformt werden muss. Eine der häufigsten Indikationen sind Zähne mit großen Füllungen. Wenn ein großer Teil des Zahns mit einer Füllung restauriert wurde, wird das verbleibende natürliche Zahngewebe bruchanfälliger. In diesem Fall umhüllt die Krone den Zahn komplett, um das Risiko eines Bruchs zu verringern und die Kaukräfte gleichmäßiger zu verteilen.

Wurzelbehandelte Zähne sind häufig Indikationen für Kronen. Nach der Wurzelbehandlung ist der Zahn oft brüchiger, da er seine Vitalität verloren hat; außerdem kann es während der Behandlung zu Materialverlust am Zahn gekommen sein. Besonders im Seitenzahnbereich ist die Versorgung wurzelbehandelter Zähne mit Kronen eine bevorzugte Methode zum langfristigen Schutz. Im Frontzahnbereich können je nach Restzahnhartsubstanz andere Restaurationsmöglichkeiten in Betracht gezogen werden; die Entscheidung richtet sich nach der Zahnstruktur und den ästhetischen Zielen.

Kronen können auch bei stark abgenutzten Zähnen eingesetzt werden. Wenn durch jahrelanges Zähneknirschen, falschen Biss oder Säureerosion die Zahnkronen verkürzt sind, können mit Kronen Form und Okklusionshöhe wieder hergestellt werden. Solche Behandlungspläne erfordern meist eine umfassendere Okklusionsanalyse, da nicht nur einzelne Zähne, sondern das gesamte System betroffen sein kann.

Bei ästhetischer Anwendung kommen Kronen zum Einsatz bei dauerhaft verfärbten Zähnen (zum Beispiel nach einem Trauma), Zähnen mit Formabweichungen, Inkompatibilität alter Restaurationen oder zum Schließen von Zahnzwischenräumen. Hier ist die Frage „Krone oder eine konservativere Lösung?“ wichtig. In einigen Fällen sind Veneers oder Bondings, die weniger Substanz entfernen, geeigneter. Kronen werden bevorzugt, wenn der Zahn sowohl ästhetisch als auch funktionell umfangreich verändert werden muss. Auch die Zahnfleischverhältnisse und die Harmonie mit den Nachbarzähnen beeinflussen diese Entscheidung.

Warum wird eine Zahnkronenbehandlung durchgeführt?

Die Zahnkronenbehandlung dient dem Schutz des Zahns, der Wiederherstellung seiner Funktion und der Verbesserung des ästhetischen Erscheinungsbildes. Der Schutzaspekt steht besonders bei strukturell geschwächten Zähnen im Vordergrund. Große Füllungen, Risse oder wurzelbehandelte Zähne sind bruchanfällig. Die Krone umhüllt den Zahn wie ein „Schild“, verteilt die Kaukräfte besser und zielt darauf ab, das Risiko eines Bruchs zu verringern. Dadurch soll die Verweildauer des Zahns im Mund verlängert werden.

Der funktionelle Zweck umfasst nicht nur die Erleichterung des Kauens, sondern auch die korrekte Herstellung der Okklusionsbalance und der Kontaktpunkte. Wenn sich die Zahnform verändert, können die Berührungen mit den Nachbarzähnen verloren gehen, was zu Nahrungsretention und Zahnfleischproblemen führen kann. Die Krone stellt die Kontaktpunkte wieder her, stellt die anatomische Form des Zahns wieder her und stabilisiert die Kaubewegungen. Außerdem kann bei abgenutzten Zähnen die Kronenversorgung die Zahnkronenhöhe und den okklusalen Abstand optimieren.

Ästhetische Gründe sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Verblendbehandlung. Zähne, deren Farbe dauerhaft verändert, Form unharmonisch oder im Lächellinie auffällig ist, können durch Verblendungen natürlicher und symmetrischer gestaltet werden. Ästhetische Ziele müssen jedoch stets in Übereinstimmung mit der Dynamik von Gesicht und Lippen geplant werden. Übermäßig weiße oder zu große Verblendungen können das natürliche Aussehen beeinträchtigen, daher sind Details wie Farbauswahl, Transluzenz, Oberflächenstruktur des Zahns und Zahnfleischkontur besonders wichtig.

Ein weiterer Grund für eine Verblendung ist die Erneuerung bestehender Verblendungen oder großer Restaurationen. Mit der Zeit können bei alten Verblendungen Randinkompatibilitäten, Verfärbungen, Porzellanbrüche oder Zahnfleischprobleme auftreten. In solchen Fällen kann durch Erneuerung der Verblendung sowohl die biologische Verträglichkeit als auch das ästhetische Ergebnis verbessert werden. Zusammenfassend ist die Verblendung keine bloße „Verschönerung“, sondern eine umfassende restaurative Behandlung, die die biologischen und mechanischen Bedürfnisse des Zahns erfüllt.

Wie lange dauert die Behandlung mit Zahnverblendungen?

Die Dauer der Behandlung mit Zahnverblendungen hängt davon ab, wie viele Zähne verblendet werden sollen, welches Material gewählt wird, welche Abformungsmethode (klassisch/digital) verwendet wird, ob der Zahn vorherige Behandlungen benötigt (z.B. Karies, Wurzelbehandlung, Parodontalbehandlung) und von der Fertigungsdauer im Labor. Um die Dauer besser zu verstehen, ist es hilfreich, die Behandlung in zwei Phasen zu unterteilen: Anzahl der klinischen Termine und Gesamtdauer im Kalender.

Wenn nur ein Zahn verblendet wird, kann der Prozess in den meisten Fällen in 2–3 Terminen abgeschlossen werden. Beim ersten Termin wird der Zahn präpariert und eine Abformung genommen; eine provisorische Verblendung wird angefertigt. Beim zweiten Termin erfolgt die Anprobe und das Einsetzen der Verblendung, oder die Anprobe und das Einsetzen können auf zwei Termine aufgeteilt werden. Werden mehrere Zähne verblendet, besonders im ästhetisch sensiblen Bereich, sind die Anproben meist sehr sorgfältig; zusätzliche Anprobetermine können für Farbanpassung und Formkorrektur notwendig sein. Außerdem kann eine unregelmäßige Zahnfleischlinie vor der Verblendung eine Zahnfleischmodellierung oder eine Heilungszeit erforderlich machen, was den Behandlungsplan verlängert.

Auch der Laborprozess beeinflusst die Gesamtdauer. Bei klassischen Methoden wird die Abformung ins Labor geschickt und die Verblendung hergestellt. Digitale Systeme können den Prozess in einigen Fällen beschleunigen, aber das bedeutet nicht automatisch eine „Verblendung am selben Tag“. Das Sintern des Materials, die Charakterisierung (Farb- und Transparenzdetails), das Glasieren und die Qualitätskontrolle benötigen Zeit. Zudem bevorzugt der Zahnarzt, die Passform und den Biss der Verblendung sorgfältig und ohne Zeitdruck zu überprüfen.

Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Dauer beeinflusst, sind Vorbehandlungen. Wenn an dem zu verblendenden Zahn Karies entfernt, Füllungen erneuert, eine Wurzelbehandlung oder Zahnfleischbehandlung notwendig ist, müssen diese zuerst abgeschlossen werden. Daher wird der genaueste Zeitplan erst nach einer Untersuchung erstellt. Obwohl eine Verblendungsbehandlung auf den ersten Blick kurz erscheinen mag, handelt es sich um eine langfristig kontrollierte restaurative Maßnahme, die sorgfältig durchgeführt werden sollte.

Preise für die Behandlung mit Zahnverblendungen

Die Kosten für eine Behandlung mit Zahnverblendungen variieren je nach Anzahl der Verblendungen, ausgewähltem Material (Zirkonium, Vollkeramik, metallgestützte Verblendung usw.), Herstellungsmethode (klassisches Labor, CAD/CAM), dem aktuellen Zustand des Zahns (Entfernung alter Verblendungen, große Füllungen, Wurzelbehandlungsbedarf), der Zahngesundheit und eventuellen zusätzlichen Maßnahmen. Außerdem kann bei ästhetisch sensiblen Bereichen eine detailliertere Farbanpassung, Charakterisierung und Anprobe erforderlich sein, wodurch sich der Behandlungsumfang verändern kann. Aus diesem Grund spiegelt eine einzelne Preisangabe für „Verblendungen“ nicht den individuellen Behandlungsplan wider.

So sind die Kosten für eine Verblendung eines einzelnen Backenzahns nicht mit denen einer ästhetischen Verblendung mehrerer Frontzähne vergleichbar. Bei manchen Patienten können zusätzliche Maßnahmen wie Zahnfleischbehandlung vor der Verblendung, Zahnaufhellung, Erneuerung alter Restaurationen oder eine Aufbiss-Schiene bei Bruxismus erforderlich werden. Diese zusätzlichen Schritte erhöhen sowohl die Behandlungsqualität als auch die Kostenplanung. Deshalb sollte der endgültige Preis erst nach der klinischen Untersuchung und erforderlichen Bildgebung/Abformungen bestimmt werden.

Für aktuelle und auf Sie zugeschnittene Informationen sollten Sie Kontakt mit uns aufnehmen. Nach der Untersuchung teilen wir Ihnen transparent mit, welches Material für Sie am besten geeignet ist, wie viele Zähne behandelt werden müssen, wie viele Termine geplant werden und wie sich die damit verbundenen Kosten zusammensetzen.

Prof. Dr. Nejat Bora Sayan
Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Professor Nejat Bora Sayan ist ein international renommierter Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg mit über 40 Jahren Erfahrung. In seiner Privatklinik in Ankara bietet er fortschrittliche Behandlungen im Bereich des Kiefers und des Gesichts an.

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