Die Zahnersatzbehandlung mit Brücken ist eine seit langem bewährte Prothetik, die darauf abzielt, eine oder mehrere fehlende Zähne durch eine feste Versorgung zu ersetzen. Der Begriff „Brücke“ stammt daher, dass die Lücke zwischen den fehlenden Zähnen durch eine Brückenkonstruktion gestützt wird, welche sich auf die Zähne an beiden Seiten der Lücke abstützt. Diese Behandlung kann geplant werden, um die Kau funktion wiederherzustellen, Luftlecks beim Sprechen zu reduzieren, die Ästhetik zu verbessern und das Kippen oder Verlängern der benachbarten Zähne aufgrund der Lücke zu verhindern.
Brücken lassen sich grundsätzlich in zwei Hauptgruppen unterscheiden: traditionelle (klassische) festsitzende Brücken und adhäsive (Maryland) Brücken, die nur in begrenzten Indikationen Anwendung finden. Bei der klassischen Brücke werden die Zähne neben der Lücke (Verankerungszähne) für Kronen präpariert und eine einteilige Konstruktion gefertigt, die aus den Kronen auf den Pfeilerzähnen und einem dazwischenliegenden Ersatzteil, dem sogenannten Pontic, besteht. Adhäsive Brücken verfolgen hingegen einen konservativeren Ansatz durch Flügel, die an den Rückseiten der Verankerungszähne befestigt werden; allerdings unterscheiden sich Haltbarkeit und Indikationsbereich deutlich.
Das Material der Brücke ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Metallverstärkte Keramikbrücken werden seit vielen Jahren erfolgreich verwendet; Brücken mit Zirkonoxidgerüst bieten als metallfreie Alternative Vorteile hinsichtlich Ästhetik und Biokompatibilität. Mit höherem ästhetischen Anspruch im Frontzahnbereich wird die Materialwahl und die Laborcharakterisierung immer entscheidender. Im Seitenzahnbereich stehen hingegen Widerstandsfähigkeit und Belastbarkeit bei der Okklusion im Vordergrund. Ausschlaggebend für den Erfolg der Brücke sind in jedem Fall gesunde Verankerungszähne, eine biomechanisch korrekte Brückenkonstruktion und die Fähigkeit des Patienten, eine gute Mundhygiene aufrechtzuerhalten.
Da die Brücke die fehlenden Zähne dauerhaft ersetzt, stellt sie gegenüber herausnehmbaren Prothesen eine komfortablere Option dar. Allerdings gibt es Einschränkungen bei der Brückenplanung: Verankerungszähne müssen reduziert werden; wenn diese schwach sind oder das Zahnfleisch beziehungsweise der Kieferknochen unzureichend unterstützt, kann die Brücke langfristig ein Risiko darstellen. Zudem kann sich unter der Brücke Speisereste ansammeln, weswegen eine disziplinierte Interdentalhygiene erforderlich ist. Deshalb wird die Behandlung individuell unter Berücksichtigung von Untersuchung, Röntgen, Okklusionsanalyse und Hygiene bewertet und geplant.
Der Brückenbehandlungsprozess umfasst in der Regel folgende Schritte: Untersuchung und Planung, Präparation der Verankerungszähne, Abformung, Anfertigung einer provisorischen Brücke, Anprobe und abschließendes Einsetzen mit Befestigung. Mit sorgfältiger Planung und richtiger Pflege können Zahnersatzbrücken viele Jahre funktionell und ästhetisch erhalten bleiben.
Was ist eine Zahnersatzbrücke?
Die Zahnersatzbrücke ist eine Behandlungsmethode, bei der eine fehlende Zahnlücke mit einer festen Prothese geschlossen wird. Die Zähne oder Implantate an beiden Seiten der Lücke übernehmen dabei die tragende Funktion der sogenannten Pfeiler. Der Teil der Brücke, der den fehlenden Zahn ersetzt, heißt Pontic, während die auf den Pfeilerzähnen sitzenden Verblendungen Kronen genannt werden. Diese Komponenten werden üblicherweise als eine Einheit hergestellt und mit einem speziellen Zement im Mund befestigt.
Das Hauptziel der Brückenbehandlung besteht darin, funktionelle und ästhetische Probleme, die durch den fehlenden Zahn entstehen, zu vermeiden. Bleibt die Lücke längere Zeit unversorgt, können die benachbarten Zähne in die Lücke kippen, die gegenüberliegende Seite kann durch Überbiss längere Zahnbewegungen zeigen, das Okklusionsgleichgewicht wird gestört und die Kauleistung verschlechtert sich. Besonders im Frontzahnbereich kann ein fehlender Zahn das ästhetische Erscheinungsbild des Lächelns und die Aussprache bestimmter Laute beeinträchtigen. Die Brücke füllt diese Lücke und stabilisiert so das gesamte Gebiss.
Zahnersatzbrücken unterscheiden sich je nach verwendetem Material und Design. Es können metallverstärkte Keramik, zirkonbasierte Keramik oder in einigen Fällen andere keramische Materialien eingesetzt werden. Hinsichtlich des Designs gibt es traditionelle Brücken und adhäsive Brücken. Welche Art von Brücke geeignet ist, hängt von der Anzahl der fehlenden Zähne, der Gesundheit der Pfeilerzähne, der Unterstützung durch Zahnfleisch und Knochen sowie von den beißtätigen Kräften des Patienten ab. Deshalb ist diese Behandlung nicht nur das bloße Schließen einer Lücke, sondern eine Rehabilitation zur Wiederherstellung des biomechanischen Gleichgewichts.
Wie wird die Zahnersatzbrücke angewendet?
Die Zahnersatzbrücke erfordert eine sorgfältige Planung und präzise Herstellung. Die Behandlung umfasst eine Reihe von präzisen Schritten, die individuell an den Patienten angepasst werden.
Es ist ein schrittweiser Prozess.
Beim ersten Termin wird eine Untersuchung durchgeführt; der fehlende Zahnrest, der Zustand der Pfeilerzähne, die Gesundheit des Zahnfleisches und die Okklusionsbeziehungen werden bewertet. Mithilfe von Röntgenaufnahmen werden der Zustand der Zahnwurzeln der Pfeilerzähne, eventuelle Anzeichen von Infektionen und die Knochenunterstützung beurteilt. Wenn bei den Pfeilerzähnen Karies, Undichtigkeiten an alten Füllungen, Verdacht auf Risse oder Bedarf einer Wurzelkanalbehandlung vorliegen, werden diese Probleme zuerst behandelt. Denn eine Brücke benötigt stabile Pfeilerzähne.
Im zweiten Schritt werden die Pfeilerzähne präpariert. Unter lokaler Betäubung werden die Pfeilerzähne in eine geeignete Form für die Kronenreinigung verkleinert. Dieser Schritt ist bei der Brückengestaltung kritisch, da die Parallelität der Pfeilerzähne den gleichmäßigen Sitz der Brücke als ein einheitliches Stück gewährleistet. Die Präparationsgrenzen werden definiert und eine randgerechte Abschlusslinie gestaltet, die mit dem Zahnfleisch abgestimmt ist. Anschließend wird ein Abdruck genommen. Der Abdruck kann klassisch oder digital mittels Scanner erfolgen. Die Präzision des Abdrucks ist entscheidend für die Passgenauigkeit der Brückenränder und die Kontaktpunkte.
Nach dem Abdruck wird in den meisten Fällen eine provisorische Brücke angefertigt. Die provisorische Brücke erhält die Ästhetik, schützt die Zähne vor Empfindlichkeit und stabilisiert die Form des Zahnfleisches. Während der provisorischen Phase sind harte oder klebrige Nahrungsmittel zu vermeiden; da provisorische Brücken meist mit schwächeren Zementen befestigt werden, besteht die Gefahr, dass sie sich lösen. Im Labor werden je nach Materialauswahl die Schritte CAD/CAM-Design, Fräsen, Sintern (bei Zirkonium) oder Schichtung der Porzellanverblendung abgeschlossen.
Beim Anprobe-Termin wird die Passform der Brücke, die Randschlüsse, die Kontaktpunkte und der Biss überprüft. Falls nötig, werden kleine Korrekturen vorgenommen. Ist die Brücke geeignet, erfolgt die endgültige Zementierung und die Brücke wird dauerhaft fixiert. Im letzten Schritt wird der Biss nochmals kontrolliert, die Oberflächen poliert und der Patient erhält ausführliche Anweisungen zur Interdentalreinigung. Denn die Langlebigkeit von Brücken hängt eng mit der richtigen Reinigung und regelmäßigen Kontrollen zusammen.
Wer ist für eine Brückenbehandlung geeignet?
Eine Brückenbehandlung kann für viele Patienten geeignet sein, die eine Zahnlücke mit einer festen Restauration schließen möchten; die Eignung hängt jedoch insbesondere vom Zustand der Pfeilerzähne ab. Wenn eine klassische Brücke geplant wird, müssen die Zähne beidseits der Zahnlücke (Pfeilerzähne) ausreichenden Zahnfleisch- und Knochenunterstützung besitzen, sowie gesunde und kariessanierbare Wurzeln aufweisen. Sind die Pfeilerzähne schwach, kann die Brücke langfristig risikobehaftet sein, da ein Teil der Kaubelastung auf diese Zähne übertragen wird.
Die Brückenbehandlung liefert in der Regel bei ein- bis zweiseitigen Zahnlücken vorhersagbarere Ergebnisse. Mit zunehmender Zahl fehlender Zähne steigen aber der Tragebedarf der Brücke und die biomechanische Belastung. Deshalb sind bei großen Lücken implantatgestützte Lösungen oft vorteilhafter. Dennoch ist eine Implantation nicht in jedem Fall möglich; aufgrund systemischer Erkrankungen, Knochensubstanz, Behandlungsdauer oder Patientenwunsch kann die Brücke eine geeignete Alternative darstellen.
Ein wichtiger Eignungsfaktor ist die Mundhygiene. Unter der Brücke (Pontic-Bereich) und um die Pfeilerzähne bilden sich vermehrt Plaqueansammlungen. Wenn der Patient eine regelmäßige Zahnpflege einschließlich Zahnseide, spezieller Brückenzahnseide und Interdentalbürsten einhalten kann, hat die Brücke eine längere Lebensdauer. Bei unzureichender Hygiene können sich Karies und Parodontalprobleme an den Pfeilerzähnen entwickeln.
Bei Patienten mit Bruxismus (Zähnepressen oder -knirschen) ist eine Brücke ebenfalls möglich, jedoch ist ein Risikomanagement erforderlich. Sensible Okklusionsanpassungen, eine brückenoptimierte Kraftverteilung und meist die Nutzung einer Aufbissschiene nachts werden empfohlen. Zusammenfassend hängt die Eignung für eine Brücke von der Stabilität der Pfeilerzähne, der Anzahl der fehlenden Zähne, der Hygiene-Disziplin und der Kontrolle der Kaubelastungen ab.
Worauf muss vor einer Brückenbehandlung geachtet werden?
Der wichtigste Punkt vor der Brückenbehandlung ist die umfassende Beurteilung der Pfeilerzähne. Die Brücke überträgt einen großen Teil der Belastung auf diese Zähne. Liegen Karies, Undichtigkeiten an alten Füllungen, Verdacht auf Risse oder parodontale Unterstützungsverluste vor, müssen diese zuerst behandelt werden. Die Röntgenuntersuchung dient der Beurteilung der Wurzelsituation.
Kontrolle der parodontalen Gewebe
Parodontale Gewebe, gegebenenfalls apikale Läsionen und das Knocheniveau werden kontrolliert. Liegt eine Situation vor, die eine Wurzelkanalbehandlung erfordert, sollte diese vor der Brückenversorgung geplant werden; denn nach Anfertigung einer Brücke kann die Intervention am Pfeilerzahn schwieriger und kostenintensiver werden.
Die Gesundheit des Zahnfleisches und die hygienische Vorbereitung sind für die Brücke entscheidend. Bei Zahnfleischbluten, Schwellungen, starkem Zahnstein oder Parodontitis sollte zunächst eine parodontale Behandlung erfolgen. Ebenso wichtig wie die Passgenauigkeit der Brückenränder ist die Gesundheit des Zahnfleisches für den langfristigen Erfolg. Außerdem sollte der Patient vorab über die Reinigung der Brücke informiert werden: Der Gebrauch von Zahnseide unter der Brücke, der Einsatz von Interdentalbürsten und das Sauberhalten der Pontic-Bereiche müssen klar besprochen werden. Das Etablieren dieser Gewohnheiten vor der Behandlung verringert das Risiko von Komplikationen im Anschluss.
Eine Okklusionsanalyse und die Beurteilung von Bruxismus sind ebenfalls wichtige Schritte. Besonders bei nächtlichem Zähnepressen oder Zähneknirschen entstehen höhere Belastungen auf der Brücke. Der Zahnarzt bewertet die Okklusionsbeziehung; falls notwendig, wird die Kraftverteilung im Design optimiert und die Verwendung einer Aufbissschiene vor der Behandlung besprochen. Außerdem ist die Dauer des Zahnverlustes relevant: Längere unversorgte Bereiche können zu Kippungen der Nachbarzähne oder Übererhöhung der Antagonisten führen. In solchen Fällen sind vor der Brückenplanung zusätzliche Anpassungen wie kieferorthopädische Korrekturen oder selektives Schleifen erforderlich.
Praktisch erfordert die Brückenbehandlung mehrere Termine und es kann eine Phase mit provisorischer Brücke geben. Während dieser Zeit sollten harte und klebrige Speisen vermieden werden, um Bruch oder Lockerung der Provisorien zu verhindern. Wenn die Erwartungen vor der Behandlung – wie Ästhetik, Farb- und Zahnform – klar definiert sind, wird sowohl die Planung als auch die Patientenzufriedenheit besser vorhersehbar.
Worauf ist nach der Brückenbehandlung zu achten?
Die wichtigste Maßnahme nach der Brückenversorgung ist die korrekte Umsetzung von Reinigungs- und Pflegeprotokollen. Die Brücke ersetzt den fehlenden Zahn; jedoch entstehen unter dem Pontic und im Bereich der Pfeilerzähne oft Stellen, die anfällig für Plaqueansammlungen sind. Daher reicht bloßes Zähneputzen meist nicht aus. Hilfsmittel wie spezielle Zahnseide (Superfloss), Interdentalbürsten und bei Bedarf Mundduschen können eingesetzt werden. Welches Hilfsmittel am besten geeignet ist, entscheidet der Zahnarzt basierend auf Brückendesign, Zahnzwischenräumen und Gingivahöhe.
Ein weiterer entscheidender Punkt ist die korrekte Okklusion. Nach Kleben der Brücke kontrolliert der Zahnarzt die Okklusion; dennoch kann der Patient im Alltag ein „zu hohes“ Gefühl, Druck nur an einer Stelle beim Kauen oder Muskelermüdung im Kiefer spüren. In einem solchen Fall sollte der Kontrolltermin nicht aufgeschoben werden. Eine zu hohe Okklusion belastet die Pfeilerzähne übermäßig, was zu Sensibilität, parodontalem Stress und langfristig zu Rissen oder Brüchen an der Brücke führen kann. Bei Patienten mit Bruxismus ist dieses Risiko besonders ausgeprägt.
Auch Ernährungsgewohnheiten beeinflussen die Lebensdauer der Brücke. Das Zerkleinern harter Schalenfrüchte mit den Zähnen, Kauen von Eis oder das Beißen auf harte Gegenstände kann zu Rissen oder Brüchen der Keramikoberflächen führen. Brücken sind zwar robust, aber „übermäßige mechanische Traumata“ stellen für alle Restaurationen ein Risiko dar. Sehr klebrige Nahrungsmittel können bei manchen Patienten ebenfalls Beschwerden oder Schwierigkeiten bei der Reinigung rund um die Brücke verursachen.
Regelmäßige Kontrollen sind für den Erfolg der Brücke essenziell. Dabei werden Zahnfleischgesundheit, Zustand der Pfeilerzähne, Passgenauigkeit der Brückenränder und Okklusionsbalance überprüft. Bei Bruxismus ist der Einsatz einer Aufbissschiene oft hilfreich zum Schutz der Brücke. Mit richtiger Reinigung, korrekten Gebrauch und regelmäßiger Nachsorge können Zahnbrücken viele Jahre sicher genutzt werden.
In welchen Fällen wird eine Brückenbehandlung angewendet?
Die Brückenbehandlung wird bei einem oder mehreren fehlenden Zähnen durchgeführt, wenn diese Lücken mit einer festen Versorgung geschlossen werden sollen. Die häufigste Indikation ist der Einzelzahndefekt: Beispielsweise ein molarer Zahnverlust im Seitenbereich oder ein ästhetisch störender Frontzahndefekt. Die Brücke stützt sich auf die Nachbarzähne und schließt so die Lücke, wodurch der Zahnbogen wiederhergestellt wird.
Die Versorgung mit Brücken Diese wird auch bei Patienten in Betracht gezogen, bei denen keine Implantate geplant sind oder die keine Implantate wünschen. Bei unzureichendem Knochenvolumen für Implantate, bestimmten systemischen Erkrankungen, einer längeren Behandlungsdauer oder Patientenpräferenz kann eine Brücke eine praktische und feste Alternative darstellen. Voraussetzung für die Anwendbarkeit der Brücke ist jedoch, dass die Pfeilerzähne geeignet sind; das heißt, die parodontale Unterstützung der benachbarten zwei Zähne muss ausreichend und aus restaurativer Sicht handhabbar sein.
Besteht an den Nachbarzähnen bereits ein Bedarf für eine Krone, kann die Brückenplanung rationaler werden. Zum Beispiel, wenn bei den beiden Zähnen neben der Lücke große Füllungen, Farb- oder Formabweichungen oder alte Kronen zum Austausch vorliegen; in solchen Fällen kann es sinnvoll sein, diese Zähne als Pfeiler zu nutzen und eine Brücke anzufertigen, um gleichzeitig die Lücke zu schließen und die Nachbarzähne zu restaurieren. Sind die benachbarten Zähne hingegen vollständig gesund, sollte das Beschleifen dieser Zähne für eine Brücke im Vergleich zu konservativen Optionen sorgfältig abgewogen werden.
Brücken erzielen bei kurzen Zahnlücken eine bessere Prognose. Mit der Anzahl der fehlenden Zähne steigt das Risiko für Brückendurchbiegung, die Belastung der Pfeiler und mögliche biomechanische Komplikationen. Aus diesem Grund sind implantatgestützte Versorgungen bei größeren Lücken oft vorteilhafter. Dennoch wird jeder Fall individuell bewertet: Die Kaukräfte, die Anzahl der Pfeiler, die Knochenunterstützung und die Erwartungen des Patienten bestimmen die Auswahl der Behandlung.
Warum wird eine Zahnbrücke durchgeführt?
Die Zahnbrückenbehandlung dient dazu, funktionelle, ästhetische und biomechanische Probleme, die durch fehlende Zähne entstehen, zu verhindern und die Integrität des Zahnkranzes wiederherzustellen. Ein fehlender Zahn ist nicht nur eine „Lücke“; er verändert im Laufe der Zeit das Gleichgewicht im Mundraum. Die Nachbarzähne können zur Lücke hin kippen und die Zähne der gegenüberliegenden Kieferhälfte können in die Lücke wachsen, was zu einer Störung des Okklusionskontaktes führt. Ist der Biss gestört, nimmt die Kauleistung ab, einzelne Zähne werden überbelastet und es kann zu erhöhtem Stress im Kiefergelenk und den Kaumuskeln kommen.
Funktionell stellt die Brücke die Kaufläche wieder her. Bei fehlenden Zähnen neigen Patienten oft zu einseitigem Kauen, was langfristig zu Zahnhartsubstanzverlust, Muskelermüdung und asymmetrischer Belastung führen kann. Durch die Brücke kann das Kauen wieder ausgeglichener erfolgen. Außerdem kann das Fehlen von Zähnen, je nach Position, die Aussprache beeinträchtigen; besonders im Frontzahnbereich können sich Laute verändern. Die Brücke hilft, diesen phonetischen Einfluss zu vermindern.
Ästhetische Gründe sind ebenfalls wichtig. Insbesondere im sichtbaren Frontzahnbereich können Zahnlücken das Selbstbewusstsein und den sozialen Komfort des Patienten beeinträchtigen. Mit einer Brücke wird das Erscheinungsbild des Zahnbogens harmonischer und symmetrischer gestaltet. Bei richtiger Farbanpassung und Formgebung kann die Brücke eine natürliche Ästhetik mit den vorhandenen Zähnen erzielen.
Ein weiterer wichtiger Grund ist der parodontale und restaurative Schutz. In der Lückenregion kann es vermehrt zu Nahrungsansammlung kommen, was das Risiko für Karies an den Nachbarzähnen erhöht und Zahnfleischerkrankungen begünstigt. Die Brücke schließt die Lücke und reduziert dadurch das Nahrungsverkeilen; hierfür ist jedoch eine korrekte Gestaltung der Kontur und regelmäßige Mundhygiene seitens des Patienten erforderlich. Zusammenfassend ist die Brückenversorgung eine funktionelle und ästhetische Rehabilitation, die langfristig durch fehlende Zähne verursachte Folgeschäden verhindert.
Wie lange dauert die Behandlung mit einer Zahnbrücke?
Die Dauer der Zahnbrückenbehandlung hängt von der Anzahl der fehlenden Zähne, dem Vorbereitungsaufwand für die Pfeilerzähne, der Abformtechnik, dem Laborherstellungsprozess und eventuellen Zusatzbehandlungen ab. In den meisten Fällen kann eine klassische Brückenversorgung in 2 bis 4 Terminen abgeschlossen werden. Beim ersten Termin erfolgen Untersuchung und Planung; falls erforderlich, werden Röntgenbilder erstellt und kariöse Stellen, Wurzelkanalbehandlungen oder parodontale Therapien an den Pfeilerzähnen vorgesehen. Besteht kein zusätzlicher Behandlungsbedarf, kann am selben Termin die Präparation der Pfeilerzähne und die Abformung erfolgen.
Nach der Abformung wird meist eine provisorische Brücke eingesetzt, die so lange getragen wird, bis die Laborfertigung abgeschlossen ist. Die Dauer im Labor variiert abhängig vom gewählten Material. Bei Zirkoniumbrücken umfasst die Herstellung CAD/CAM-Design, Fräsen und Sintern; bei metallgestützten Keramikbrücken erfolgt das Gießen der Metallunterkonstruktion und das Aufbrennen der Keramikschichten.
Zahnbrückenbehandlung: Prozess und Terminplanung
Der Prozess umfasst verschiedene Schritte. Bei Fällen im Frontzahnbereich, in denen die ästhetische Charakterisierung detaillierter ist, kann es aufgrund der sorgfältigeren Probenphase zu einer erhöhten Anzahl von Terminen kommen.
Beim Probetermin wird die Passgenauigkeit des Kronenrands, die Kontaktpunkte, das Design des Brückenglieds sowie der Schluss überprüft. Falls nötig, werden kleinere Korrekturen vorgenommen. Wenn alles passend ist, wird die Brücke am selben oder am folgenden Termin zementiert und dauerhaft befestigt. Sollten zusätzliche Behandlungen erforderlich sein, wie beispielsweise Zahnfleischbehandlung, Anpassung des Zahnfleischniveaus oder Wurzelkanalbehandlungen, können zur Heilung und Stabilisierung des Gewebes zusätzliche Tage oder Wochen in den Behandlungsplan aufgenommen werden.
Die genaueste Zeitspanne wird nach der Untersuchung individuell und detailliert geplant. Dieser Plan basiert auf der Anzahl der fehlenden Zähne, dem Zustand der Pfeilerzähne sowie den ästhetischen Erwartungen.
Preise für Zahnbrückenbehandlungen
Die Preise für Zahnbrückenbehandlungen variieren in Abhängigkeit von der Anzahl der fehlenden Zähne, der Anzahl der Brückenglieder (z.B. 3-gliedrige oder 4-gliedrige Brücken), dem verwendeten Material (metallgestützte Keramik, Zirkonbrücken, verschiedene Keramikoptionen), dem Detailgrad der Laborarbeit (Charakterisierung, ästhetische Schichtung), der Abformtechnik (digital/klassisch), zusätzlichen Behandlungen an den Pfeilerzähnen (z.B. Entfernung alter Kronen, Füllungen, Wurzelkanalbehandlungen), der Notwendigkeit einer Zahnfleischbehandlung sowie Schlussanpassungen.
Aus diesem Grund ist es ohne vorherige Untersuchung nicht möglich, einen genauen Preis anzugeben. Selbst unter der Überschrift „Brücke“ kann der Behandlungsumfang von Patient zu Patient erheblich variieren.
Zum Beispiel unterscheidet sich eine kurze Brücke, die bei nur einem fehlenden Zahn mit stabilen Pfeilerzähnen angefertigt wird, wesentlich von einer längeren Brücke, die mehrere fehlende Zähne ersetzt – sowohl bezüglich der biomechanischen Risiken als auch der Herstellungsprozesse. Darüber hinaus steigen mit höherem ästhetischem Anspruch im Frontzahnbereich die Anforderungen und Details bei der Probe- und Charakterisierungsphase. Bei Patienten mit Bruxismus können schützende Zusatzmaßnahmen wie eine Aufbissschiene in den Behandlungsplan einbezogen werden.
Für aktuelle und auf Sie zugeschnittene Preis-Informationen zur Zahnbrückenbehandlung kontaktieren Sie uns bitte. Nach der Untersuchung erläutern wir Ihnen transparent, welcher Brückentyp für Sie passend ist, wie viele Brückenglieder geplant werden und welche Kosten damit verbunden sind.



