Emax & Empress Verblendbehandlung

emax & empress verblendbehandlung

Emax- und Empress-Verblendbehandlungen gehören zu den am häufigsten verwendeten „vollkeramischen“ Restaurationen in der ästhetischen Zahnheilkunde. Obwohl diese beiden Namen von Patienten oft als eine einzige Kategorie wahrgenommen werden, beziehen sie sich im Grunde auf unterschiedliche Keramiksysteme. Gemeinsam ist beiden, dass sie keine Metallunterlage enthalten, durch ihre Lichtdurchlässigkeit dem natürlichen Zahn ein ähnliches Aussehen verleihen und bei korrekter Indikation sehr erfolgreiche ästhetische Ergebnisse erzielen können. Daher werden sie besonders im Frontzahnbereich, in sichtbaren Bereichen der Lachlinie, häufig eingesetzt.

Emax ist meist eine lithiumdisilikat-basierte Glaskeramik und bekannt für höhere Festigkeitswerte im Vergleich zu Empress. Deshalb kann es sowohl im Frontzahnbereich als auch bei ausgewählten Fällen im Seitenzahnbereich für Verblendkronen oder Onlays/Inlays verwendet werden. Empress hingegen ist bekannt für glasartige Keramiksysteme, die mit Leuzit verstärkt sind, und eignet sich besonders für Bereiche mit hohen ästhetischen Ansprüchen und kontrollierter Belastung (meist im Frontzahnbereich). Welches Material „besser“ ist, lässt sich jedoch nicht eindeutig sagen, ohne die Zahnstruktur und Okklusionskräfte des Patienten zu kennen; korrekt ist es, für jeden Fall biomechanische und ästhetische Ziele gemeinsam zu beurteilen.

Einer der größten Vorteile dieser Verblendungen ist, dass durch richtige Farbauswahl und Laborcharakterisierung sehr natürliche Ergebnisse hinsichtlich Transluzenz (Lichtdurchlässigkeit), Opaleszenz und Oberflächentextur des Zahns erzielt werden können. Besonders wenn eine Anpassung an benachbarte natürliche Zähne angestrebt wird, können vollkeramische Systeme im Vergleich zu metallgestützten Optionen eine tiefere und natürlichere Ästhetik bieten. Zudem ist das Risiko einer „dunklen Randreflexion“ am Zahnfleischrand, die bei manchen Patienten auftritt, durch das Fehlen einer Metallunterlage geringer. Natürlich sind eine stabile Gingivahöhe und ein korrekt gestalteter Verblendungsrand weiterhin entscheidende Faktoren.

Emax- & Empress-Verblendungen können nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch zur funktionellen Restauration eingesetzt werden. Sie eignen sich für Zähne mit dauerhaft verfärbter Farbe, verformter Form, unpassenden alten Restaurationen oder mit großem Substanzverlust, der verstärkt werden muss. In Bereichen mit sehr hohen Kaukräften, bei Bruxismus (Zähneknirschen) oder bei langen Brücken wird die Materialwahl jedoch kritischer. In manchen Fällen könnte Zirkoniumoxid oder ein anderes restauratives Konzept sicherer sein; die Entscheidung wird anhand der Untersuchung und Okklusionsanalyse getroffen.

Der Behandlungsablauf umfasst in der Regel Untersuchung und Planung, Zahnpräparation, Abformung, provisorische Versorgung, Anprobe und adhäsive Befestigung. Besonders bei vollkeramischen Systemen wie Emax/Empress ist das Klebeprotokoll sehr wichtig; die richtige Isolation, Oberflächenvorbereitung und Zementauswahl bestimmen die langfristige Haftung und Dichtigkeit der Restauration. Mit korrekter Indikation, adäquater Präparation und guter Laborarbeit bieten Emax- & Empress-Verblendungen ästhetisch und funktionell langlebige Zufriedenheitslösungen.

Was ist die Emax & Empress Verblendbehandlung?

Die Emax- & Empress-Verblendbehandlung ist eine restaurative Behandlung mit vollkeramischen Verblendungen, die den sichtbaren Teil des Zahns vollständig bedecken, metallfrei sind und über hohe ästhetische Eigenschaften verfügen. Der Begriff „Verblendung“ steht hier für Kronenrestaurationen; das bedeutet, der Zahn wird in einem bestimmten Maß reduziert und eine keramische Struktur, die den gesamten Zahn bedeckt, wird aufgeklebt. Die Systeme Emax und Empress sind besonders starke Optionen für die Frontästhetik, da sie dem natürlichen Zahn eine ähnliche Lichtdurchlässigkeit verleihen.

Emax ist überwiegend eine lithiumdisilikat-basierte Glaskeramik, die eine ausgewogene Kombination aus Ästhetik und Festigkeit bietet. Empress ist als leucitverstärkte Glaskeramik bekannt und kann besonders tiefe Farbwirkung und natürliche Erscheinung erzielen. Klinisch können diese beiden Systeme für Einzelkronen, teilweise auch für nur die Vorderflächen abdeckende Restaurationen wie Laminate/Veneers oder Inlays/Onlays verwendet werden. Da der Titel hier „Verblendung“ lautet, liegt der Fokus auf kronenbasierten Lösungen.

Der grundlegende Unterschied dieser Behandlung

Der grundlegende Unterschied dieser Behandlung besteht darin, dass im Vergleich zu metallgestützten Verblendungen natürlichere ästhetische Ergebnisse erzielt werden können. Da keine Metallunterlage vorhanden ist, verringert sich das Risiko eines dunklen Schattens am Zahnfleisch, und das Licht kann wie bei einem natürlichen Zahn durch die Restauration hindurchscheinen. Außerdem können durch eine präzise Laborcharakterisierung Farbverläufe, Oberflächenstruktur und Glanz realistischer gestaltet werden. Dadurch soll ein Ergebnis erreicht werden, bei dem „die Verblendung nicht erkennbar ist“. Natürlich hängt dieses Ziel von Faktoren wie der ursprünglichen Zahnfarbe, dem Zahnfleischniveau, der Form der benachbarten Zähne und der Lächellinie des Patienten ab.

Wie wird die Emax- & Empress-Verblendbehandlung angewendet?

Die Emax- & Empress-Verblendbehandlung ist ein mehrstufiger Prozess, bei dem ästhetische und biologische Details sorgfältig gesteuert werden. Beim ersten Termin wird eine Untersuchung durchgeführt; dabei werden Karies, alte Füllungen, Risse, die Gesundheit des Zahnfleisches und die Okklusionsbeziehung bewertet. Mit einer Röntgenaufnahme werden die Wurzel und das umliegende Gewebe kontrolliert. Die ästhetischen Ziele werden besprochen: Farbe, Länge, Form der Zähne, Lächellinie und Symmetrie werden präzisiert. Wenn im Frontzahnbereich gearbeitet wird, können fotografische Aufnahmen und gegebenenfalls ein digitales Lächeldesign in die Planung einbezogen werden.

Im nächsten Schritt erfolgt die Zahnschleifung (Präparation). Bei Vollkeramiksystemen ist eine bestimmte Materialstärke sowohl für die Ästhetik als auch für die Haltbarkeit erforderlich. Daher wird kontrolliert von verschiedenen Zahnflächen Material abgeschliffen. Die Präparationsgrenzen (Finish Line) werden so geplant, dass sie mit dem Zahnfleisch harmonieren; zu tief liegende Grenzen erschweren die Reinigung, während zu oberflächliche Grenzen ästhetische Probleme verursachen können. Dieses Gleichgewicht wird an die Zahnfleischgesundheit und die ästhetischen Erwartungen angepasst.

Anschließend erfolgt die Abformung. Die Abformung kann mit klassischen Methoden oder einem digitalen Scanner durchgeführt werden. Die Genauigkeit der Abformung ist bei Vollkeramikverblendungen besonders kritisch, da die Randanpassung Mikron-genaue Präzision erfordert. Nach der Abformung wird in den meisten Fällen eine provisorische Verblendung angefertigt. Die provisorische Verblendung schützt den Zahn vor Kälte- und Hitzeempfindlichkeit, stellt die Ästhetik sicher und stabilisiert die Zahnfleischform. Gerade im Frontzahnbereich kann die provisorische Verblendung eine wichtige Rolle bei der Führung des Zahnfleischkonturs (Emergence Profile) spielen.

Im Labor wird die Emax/Empress-Restauration hergestellt und charakterisiert. Beim Anprobetermin werden Farbe, Form, Kontaktstellen und Okklusion kontrolliert. Wenn alles passt, erfolgt die Verklebung (Bonding). Bei Vollkeramikrestaurationen ist das adhäsive Klebeprotokoll für den Langzeiterfolg der Behandlung entscheidend: Isolierung, Vorbereitung der Zahnhartsubstanz, Behandlung der Keramikoberfläche und Auswahl des Befestigungsmaterials werden sorgfältig durchgeführt. Abschließend werden die Okklusion angepasst und die Politur durchgeführt. Bei Kontrollterminen werden die Zahnfleischverträglichkeit und der Patientenkomfort überwacht.

Für wen ist die Emax- & Empress-Verblendbehandlung geeignet?

Die Emax- & Empress-Verblendbehandlung kann eine geeignete Option für Patienten mit hohen ästhetischen Ansprüchen sein, die metallfreie Restaurationen wünschen. Die Eignung wird jedoch immer unter Berücksichtigung des strukturellen Zustands des Zahns und der Okklusionskräfte beurteilt. Das ideale Patientenprofil sind meist Personen, die im Frontzahnbereich eine ästhetische Verbesserung möchten, deren Zahnfleischgesundheit stabil ist, die eine gute Mundhygiene haben und deren Gewohnheiten, wie z.B. Zähneknirschen, kontrolliert sind.

Diese Verblendungen werden besonders häufig bei folgenden Indikationen bevorzugt: Wenn sich die Zahnfarbe dauerhaft verändert hat (z. B. durch Trauma oder Verfärbungen nach einer Endodontiebehandlung), wenn die Zahnform beeinträchtigt ist, wenn ästhetisch störende Lücken zwischen den Zähnen bestehen, wenn alte Restaurationen farblich und formlich nicht mehr harmonieren oder wenn das Erscheinungsbild des Zahns die Gesamtästhetik des Lächelns negativ beeinflusst. Bei sehr hohem Materialverlust am Zahn kann jedoch eine zusätzliche Retention notwendig sein, und in manchen Fällen wird eine andere Materialwahl getroffen.

Bei Patienten mit Bruxismus (Zähneknirschen und -pressen) wird der Behandlungsplan für Emax/Empress vorsichtiger gestaltet. Diese Gewohnheiten erzeugen wiederkehrende Lateralkräfte auf die Restauration, was das Risiko für Risse oder Brüche in Vollkeramik erhöht. In solchen Fällen wird häufig die Verwendung einer Aufbissplatte für die Nacht als fester Bestandteil der Behandlung empfohlen. Außerdem ist bei Zähnen im Seitenzahnbereich, die hohen Kaukräften ausgesetzt sind, die Verwendung von matten …

Die Wahl des Materials wird fallabhängig bewertet; bei manchen Patienten kann ein anderes Restaurationskonzept sicherer sein.Die Gesundheit und Hygiene des Zahnfleisches sind ebenfalls entscheidend. Bei Patienten mit Zahnfleischbluten, aktiver Parodontitis oder starkem Zahnsteinbefall sollte zunächst eine parodontale Behandlung erfolgen. Denn selbst wenn die Ränder bei vollkeramischen Kronen optimal passen, kann bei weiterhin bestehender Zahnfleischentzündung ein Zahnfleischrückgang und ästhetischer Verlust auftreten. Zusammengefasst basiert die Eignung für eine Emax- und Empress-Krone auf dem ästhetischen Bedarf + der strukturellen Stabilität des Zahns + kontrollierten Belastungskräften + einem gesunden Gleichgewicht des Zahnfleisches.

Worauf ist vor der Behandlung mit Emax- & Empress-Kronen zu achten

Vor einer Behandlung mit Emax- & Empress-Kronen ist es wichtig, aktive Probleme im Mundraum zuerst zu behandeln. Karies, undichte alte Füllungen, Zahnfleischentzündungen, Zahnsteinablagerungen oder Infektionsherde müssen zunächst stabilisiert werden. Denn vollkeramische Kronen erfordern eine präzise Randanpassung und ein haftendes Klebeprotokoll; ist das darunter liegende Zahngewebe nicht gesund, wird der langfristige Erfolg gefährdet. Aus diesem Grund wird häufig eine Zahnsteinentfernung und Hygieneschulung vor der Versorgung empfohlen.

Die ästhetische Planung spielt bei dieser Behandlung eine sehr wichtige Rolle. Welche Farbtöne sollen verwendet werden, wie lang und welche Form sollen die Zähne haben, und wie wird die Harmonie mit Zahnlinie und Lippenbewegung erreicht? Diese Fragen sollten während der Untersuchung geklärt werden. Wird im Frontzahnbereich gearbeitet, können Fotoaufnahmen und bei Bedarf eine digitale Planung helfen, die Erwartungen klar zu definieren. Bei manchen Patienten ist vor der Kronenbehandlung eine Zahnaufhellung geplant, da sich die Farbe der natürlichen Zähne aufhellt und die Wahl der Kronenfarbe besser abgestimmt werden kann. Dieser Plan wird nach ärztlicher Einschätzung erstellt.

Die Analyse des Bisses ist ebenfalls ein kritischer Schritt. Insbesondere bei Verdacht auf Zähneknirschen oder Pressen sollte dies vor der Behandlung erkannt und berücksichtigt werden. Obwohl vollkeramische Systeme sehr ästhetisch sind, erhöht sich das Risiko von Frakturen durch unkontrollierte Kräfte. Daher werden ein nächtlicher Aufbissschutz, eine Okklusionsanpassung und die Wahl des Materials vor der Behandlung besprochen.

Aus praktischer Sicht ist das adhäsive Klebeprotokoll bei Emax/Empress-Kronen sehr anspruchsvoll. Deshalb ist es wichtig, dass während der Behandlungstermine eine gute Isolation im Mund (Speichelkontrolle) gewährleistet werden kann; beispielsweise kann es für Patienten mit verstopfter Nase schwierig sein, lange den Mund offen zu halten. Zudem erfordert die Behandlung mehrere Termine; in der Zeit der provisorischen Kronen sollte auf harte und klebrige Speisen geachtet werden. Wenn diese Abläufe und Verantwortlichkeiten vor der Behandlung klar besprochen werden, sind sowohl die Patientenzufriedenheit als auch die klinischen Ergebnisse besser vorhersehbar.

Worauf ist nach der Behandlung mit Emax- & Empress-Kronen zu achten

Eine der wichtigsten Aufgaben nach der Versorgung mit Emax- & Empress-Kronen ist die Sicherstellung eines korrekten Bisses (Kontaktpunkte beim Zubeißen). Vollkeramische Restaurationen sind bei korrekter Planung sehr langlebig; jedoch können hohe Kontakte oder falsche Kontaktpunkte mit der Zeit das Risiko von Rissen erhöhen. Deshalb ist es wichtig, bei ersten Anzeichen wie dem Gefühl, „der Zahn sitzt zu hoch“, Beschwerden beim Kauen oder Muskelermüdung im Kiefer zeitnah eine Kontrolle durchführen zu lassen. Eine kleine Okklusionskorrektur kann das Risiko späterer Frakturen deutlich reduzieren.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Mundhygiene. Die Krone bedeckt den Zahn, aber an der Zahnfleischgrenze endet die Krone mit einem Rand, an dem sich Plaque besonders leicht ansammelt. Daher ist mindestens zweimal täglich richtiges Zähneputzen und die Verwendung von Zahnseide oder Interdentalbürstchen sehr wichtig. Auch bei gutem Randabschluss kann bei unzureichender Reinigung eine Zahnfleischentzündung und Zahnfleischrückgang auftreten. Wenn das Zahnfleisch zurückgeht, wird der Rand der Krone sichtbarer, was das ästhetische Ergebnis beeinträchtigen kann.

Die Ernährungsgewohnheiten beeinflussen ebenfalls die Haltbarkeit der Kronen. Gewohnheiten wie auf Eis kauen, harte Schalen von Nüssen mit den Zähnen knacken oder Verpackungen öffnen, können zu Mikrofrakturen im Porzellan führen. Sehr klebrige Speisen können besonders in der Eingewöhnungsphase unangenehm sein. Generell ist die Annahme, dass „Zähne durch Kronen nicht beschädigt werden“, nicht korrekt; eine Krone ersetzt lediglich die verloren gegangene Zahnsubstanz und ist empfindlich gegenüber falschen Belastungen.

Bruxismus und der Einsatz von Nachtschutzschienen

Bruxismus (Zähneknirschen und Zusammenbeißen) ist ein häufiges Problem, bei dem die Verwendung einer Nachtschiene oft eine entscheidende Schutzmaßnahme darstellt. Die Nachtschiene reduziert die seitlichen Kräfte auf Restaurationen und senkt das Risiko von Frakturen. Bei regelmäßigen Kontrolluntersuchungen werden der Randanschluss der Verblendungen, die Gesundheit des Zahnfleisches, die Farb­stabilität sowie die Okklusionsbalance überwacht. Emax- und Empress-Restaurationen können bei richtiger Pflege und regelmäßiger Nachsorge viele Jahre lang sowohl ästhetisch als auch funktionell zuverlässig eingesetzt werden.

Wann wird die Emax & Empress Verblendungstherapie angewendet?

Die Emax & Empress Verblendungstherapie wird insbesondere dann eingesetzt, wenn hohe ästhetische Ansprüche bestehen und metallfreie Restaurationen gewünscht werden. Gerade im Frontzahnbereich, wenn eine natürliche Farb-, Form- und Lichtdurchlässigkeit erreicht werden soll, stellen diese vollkeramischen Systeme eine starke Option dar. Wenn die Zahnfarbe dauerhaft verändert ist (z. B. durch Trauma oder bestimmte ältere Wurzelkanalbehandlungen), die Zahnform gestört oder eine deutliche Inkongruenz im Lächeln besteht, ermöglichen Emax/Empress Verblendungen eine homogene und natürliche Erscheinung.

Diese Behandlung ist auch angezeigt, wenn alte Restaurationen ästhetisch unzureichend sind. Beispielsweise können bei metallgestützten Verblendungen dunkle Ränder am Zahnfleischrand, opake Porzellanbereiche oder Farbabweichungen auftreten. Ist das Zahnfleisch gesund, kann hier auf vollkeramische Systeme umgestellt werden. Zudem können bei Formunterschieden zwischen den Zähnen, Asymmetrien in den Zahn­längen oder deutlichen Schmelzdefekten durch Verblendungen Formkorrekturen vorgenommen werden.

Bei funktionellen Indikationen richtet sich die Behandlung nach dem strukturellen Bedarf des Zahns. Bei großen Füllungen oder erheblichem Substanzverlust kann eine Verblendung zur Stärkung des Zahns geplant werden. Die Materialwahl erfolgt hierbei fallbezogen, da im Seitenzahnbereich höhere Belastungen auftreten. Emax bietet gegenüber Empress eine höhere Belastbarkeit und wird deshalb für einzelne Zähne im Seitenzahnbereich bevorzugt, während Empress für Bereiche mit kontrollierterer Belastung geeigneter ist. Bei Patienten mit Bruxismus ist jedoch in beiden Systemen ein Risikomanagement notwendig.

In der Regel werden Emax/Empress Verblendungen bei einzelnen Zähnen oder kurzen Segmenten eingesetzt, wenn eine sehr natürliche Zahnästhetik angestrebt wird. Bei längeren Brücken, ausgeprägten Okklusionsstörungen oder sehr hohen Belastungen sind alternative Materialien und andere restaurative Konzepte eher geeignet. Die genaue Indikation wird durch klinische Untersuchung und Okklusionsanalyse festgelegt.

Warum wird die Emax & Empress Verblendungstherapie durchgeführt?

Die Emax & Empress Verblendungstherapie zielt darauf ab, ein natürliches und ästhetisches Erscheinungsbild herzustellen, die Funktion des Zahns wiederherzustellen und gegebenenfalls den Zahn strukturell zu schützen. Ein wesentlicher Vorteil dieser Restaurationen ist, dass sie metallfrei sind und eine hohe Lichtdurchlässigkeit besitzen. Die natürliche Schmelz-Dentin-Struktur des Zahns lässt Licht auf charakteristische Weise passieren und reflektieren. Vollkeramische Systeme können dieses optische Verhalten sehr gut nachahmen und werden deshalb besonders bei Patienten bevorzugt, die im sogenannten Smile-Design eine „natürliche Zahnästhetik“ wünschen.

Ein weiterer Grund ist die Ästhetik des Zahnfleisches. Bei metallgestützten Restaurationen kann es bei einigen Patienten zu dunklen Linien oder grauen Reflexionen am Zahnfleischrand kommen. Bei vollkeramischen Verblendungen ist dieses Risiko deutlich geringer, was besonders bei Patienten mit dünnem Biotyp des Zahnfleisches ästhetisch relevant ist. Zudem ermöglicht die Laborcharakterisierung eine individuelle Ausarbeitung der Oberflächentextur, der opak-transluzenten Übergänge sowie der Farb­tiefe, was das ästhetische Ergebnis deutlich verbessert.

Emax/Empress Verblendungen sind jedoch nicht nur für ästhetische Zwecke geeignet, sondern auch für funktionelle und restaurative Anforderungen. Zum Beispiel kann die Anatomie eines Zahns mit großen Füllungen oder Formstörungen neu aufgebaut, Kontaktpunkte korrigiert und die Kau­funktion verbessert werden. Besonders an im Frontzahnbereich abgebrochenen oder stark abgeschliffenen Schneidekanten kann die Verblendung zur Rekonstruktion verwendet werden. Dies unterstützt sowohl die Funktion als auch die Phonetik (Aussprache bestimmter Laute).

Emax & Empress Verblendbehandlung: Dauer

Die Dauer der Emax & Empress Verblendbehandlung hängt von der Anzahl der zu behandelnden Zähne, der Schwierigkeit der Präparation, der Abformmethode (digital/klassisch), der Laborfertigungszeit, der Notwendigkeit von Probenahmen und zusätzlichen Behandlungen ab. Um den Prozess richtig zu verstehen, sollte man zwei Zeiträume betrachten: die Anzahl der klinischen Termine und die Gesamtdauer im Kalender.

Wenn eine Emax- oder Empress-Verblendung an einem einzelnen Zahn durchgeführt wird, reichen in den meisten Fällen 2–3 Termine aus. Im ersten Termin erfolgen Untersuchung, Zahnpräparation und Abformung; eine provisorische Verblendung wird angefertigt. Im zweiten Termin können Probeanpassung und Verklebung geplant werden; in manchen Fällen erfolgen diese Schritte separat. Bei ästhetischer Verblendung mehrerer Zähne, insbesondere im Frontzahnbereich, wird die Probephase sorgfältiger durchgeführt. Für Farbangleichung, Symmetrie der Zähne, Anpassung an die Gesichtslinie und Patientenerwartungen sind zusätzliche Probe-Termine erforderlich. Obwohl dies den Prozess verlängert, verbessert es deutlich den ästhetischen Erfolg.

Die Laborzeit variiert je nach verwendeter Technik. Bei Emax/Empress-Restaurationen wird die Charakterisierung (Farbverläufe, Oberflächentextur, Translucenzanpassung) detaillierter ausgeführt, weshalb der Fertigungsprozess besonders sorgfältig ist. In einigen Kliniken kann der Prozess mit CAD/CAM beschleunigt werden; jedoch ist bei hohen ästhetischen Ansprüchen eine individuelle Laborcharakterisierung weiterhin entscheidend.

Zusätzliche Behandlungen können die Behandlungsdauer beeinflussen: Bei Zahnfleischentzündungen ist zunächst eine Parodontalbehandlung notwendig; falls Karies oder Wurzelkanalbehandlungen erforderlich sind, werden diese vorab abgeschlossen. Bei Patienten mit Bruxismus kann die Planung einer Nachtschiene integriert werden. Die genaueste Angabe zur Behandlungsdauer erhalten Sie nach der Untersuchung mit einem individuellen Behandlungsplan; so werden sowohl klinische Termine als auch das Laborzeitfenster realistisch festgelegt.

Preise der Emax & Empress Verblendbehandlung

Die Kosten der Emax & Empress Verblendbehandlung variieren je nach Anzahl der zu behandelnden Zähne, dem gewählten Keramiksystem (Emax oder Empress), dem Detailgrad der Laborarbeit (Charakterisierung, Farbverläufe, Oberflächentextur), der Abformmethode (digital/klassisch), dem Zustand des Zahns (Entfernung alter Verblendungen, Füllungs-/Wurzelbehandlungsbedarf, Notwendigkeit einer Zahnfleischbehandlung) und den geplanten Zusatzmaßnahmen. Daher ist eine „einheitliche Preisangabe“ meist nicht sinnvoll, da selbst bei identischem Material zwischen den Fällen erhebliche Unterschiede bestehen können.

Insbesondere bei ästhetischen Verblendungen im Frontzahnbereich können Probenahmen und Laborcharakterisierungen aufwändiger sein, um Farb- und Symmetrieansprüche zu erfüllen. Bei manchen Patienten sind Schritte wie vorherige Zahnaufhellung, Korrektur des Zahnfleischrandes oder die Führung der Zahnfleischkontur durch provisorische Verblendungen notwendig. Diese Maßnahmen sorgen für ein natürlicheres und langlebigeres Ergebnis, beeinflussen jedoch Behandlungsplan und Kosten.

Für aktuelle und auf Sie zugeschnittene Preisangaben zur Emax & Empress Verblendbehandlung kontaktieren Sie uns bitte. Nach Untersuchung und erforderlicher Bewertung teilen wir Ihnen transparent mit, welches Keramiksystem für Sie am besten geeignet ist, wie viele Zähne behandelt werden und wie sich daraus die Kosten zusammensetzen.

Prof. Dr. Nejat Bora Sayan
Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Professor Nejat Bora Sayan ist ein international renommierter Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg mit über 40 Jahren Erfahrung. In seiner Privatklinik in Ankara bietet er fortschrittliche Behandlungen im Bereich des Kiefers und des Gesichts an.

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